Delegation aus dem Erzbistum zu Besuch im Heimatarchiv

Ausstellung „1200 Jahre Christentum in Worringen“ beendet

Seit dem 11. November 2018 haben zahlreiche Besucher den Weg ins Heimatarchiv zur Ausstellung „1200 Jahre Christentum in Worringen“ gefunden und am 6. Februar 2019 fand diese Ausstellung nun mit Gästen aus dem Erzbistum Köln seinen angemessenen Ausklang.

Mit Markus Perger, „Verantwortlicher für die Weltkirche“, und Markus Schoepe, von der Abteilung „Stiftung Fundraising“ im Erzbistum Köln, waren zwei Vertreter anwesend, die viel Sachkenntnis und Interesse an der Ausstellung mitbrachten. Mit Pastor Thomas Wolff und Diakon Matthias Gill waren auch die lokalen Kirchenvertreter von St. Pankratius anwesend und gemeinsam lauschten sie den Ausführungen von Manfred Schmidt, dem Organisator der Ausstellung, der viel über die Geschichte des Heimatarchivs, den Fronhof -dem Geburtsort von Pfarrer Josef Marxen- und über die Ausstellung selbst zu berichten wusste.

Er betonte hier insbesondere die sehr positive und fruchtbare Zusammenarbeit mit den drei Religionsgemeinschaften, die an der Ausstellung sowie am ökumenischen Gottesdienst in der
St.-Pankratius-Kirche beteiligt waren.

Mit einem abschließenden Archiv-Rundgang der Gäste endete diese Ausstellung, die von ihm als sehr erfolgreich betrachtet wurde. Viele Einzelgäste, aber auch größere Gruppen, wie der Kirchenchor Cäcilia, zählten zu den Besuchern dieser Ausstellung. Auch in der Kölner und lokalen Presse fand die Ausstellung großes Interesse mit positiver Bilanz.

Und nach der Ausstellung ist vor der Ausstellung, denn die nächste Ausstellung, künftig über die „Kolpingsfamilie“, ist bereits in Arbeit und wird vom 3. April bis zum 22. Mai 2019 die Ausstellungsräume im Worringer Heimatarchiv, Breiter Wall 4, füllen.

Das Heimatarchiv und alle Ausstellungen können mittwochs von 17.00 bis 19.00 Uhr besichtigt werden, auf Anfrage und nach Absprache auch außerhalb dieser Zeiten.

  
                                                             

 

Text und Fotos: Jakob Mildenberg

  • Was stand vor mehr als 50 Jahren über Worringen im „Fips“ ? (Februar 1960)

  • Im Fundus des Heimatarchivs befinden sich – auch für unsere Besucher zugänglich – mehrere nach Jahreszahlen gebundene Ausgaben „Rheinischer Anzeiger, Heimatzeitung für Köln-Worringen – Dormagen – Zons – Nievenheim und Umgebung.“                                          Hier eine Auswahl (Abschrift) aus dem Monat Februar 1960; wird fortgesetzt.

  • Das Festkomitee „Worringer Karneval“ veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Lehrerschaft der Worringer Schule zwei traditionelle Kindersitzungen im Saale „Lutz“. Es wird darauf hingewiesen, dass Eintrittskarten für die Erwachsenen durch die Schule vertrieben werden und nicht an der Kasse erhältlich sind.
  • Die Mitglieder des Ballspielvereins Worringen 1927 beschlossen im Lokal „Matheisen“ einstimmig, Werksangehörige der Erdölchemie GmbH Dormagen, die sich sportlich betätigen möchten, in den BVW aufzunehmen. Gleichzeitig wurde beschlossen, der Erdölchemie die Worringer Platzanlage für den Betriebssport zur Verfügung zu stellen, obwohl dafür vorerst keine finanzielle Unterstützung zu erwarten ist. Eine Änderung des Vereinsnamens sahen die Mitglieder zu diesem Zeitpunkt als nicht nötig an, jedoch soll der Verein auch im Vereinsregister beim Amtsgericht eingetragen werden. Durch die o.g. Maßnahme konnten bisher 70 neue aktive Mitglieder aufgenommen werden. Weiterhin wurde auf der Versammlung den Spielern der ersten und zweiten Mannschaft angekündigt, dass grundloses Fehlen beim wöchentlichen Training zur Nichtaufstellung am Sonntagsspiel führen kann. Ferner wurde den Spielern aufgegeben, dem Spielführer unbedingten Gehorsam zu leisten.
  • Willi Meurer, Schreinermeister am Lievergesberg 26-28, sucht mehrere Schreiner, sowie einen Lehrling.
  • Für einen so mit Scholle und Heimat verbundenen Mann wie Arnold Zillikens sind natürlich 65 Jahre kein Alter. Aber der 65. Geburtstag des – wie man scherzhaft manchmal sagt - „ungekrönten Königs von Worringen“, ist insofern ein Anlass zum Feiern, weil damit auch ein Jubiläum verbunden ist: Am 21. Februar wird nämlich nicht nur der Geburtstag gefeiert, sondern auch seine zehnjährige Tätigkeit als Bürgervereins-Vorsitzender. Außerdem ist Zillikens über 35 Jahre im Kirchenvorstand. Ferner vertritt Arnold Zillikens seit 1952 nachhaltig Worringens Interessen bei der Stadt Köln als Stadtverordneter. Wie nachhaltig, zeigt die in den letzten Jahren durchgeführte Kanalisation: Sie ist quasi ein unsichtbares „Zillikens-Denkmal“, denn sie war der erste bedeutende kommunalpolitische Erfolg des heute 65jährigen.
  • Den Abschluss der Karnevalssitzungen bildeten die „Änze Kääls“ im Saal Matheisen, hier war unbändige Heiterkeit Trumpf. Einen großen Anteil daran hatte ein Hans Klinkenberg in Hochform. Ob als „Bloomefründ“ und „Eherechtsanwältin“ oder auch als „rasender Reporter“ waren Lachstürme garantiert.
  • Das Union Theater zeigt: „Die Liebesnächte der Lucrezia Borgia“ mit Belinda Lee, ein erregendes Intrigenspiel einer Frau, deren Verführungskünsten kein Mann gewachsen war.
  • Im Mittelpunkt der bevorstehenden tollen Tage steht der Rosenmontagszug mit dem Motto: „Drei Dag en Dur und Moll“. Mit sechs Festwagen und den dazugehörigen Fußgruppen sollen Volkslieder wie „ Das Wandern ist des Müllers La(u)st“ glossiert werden. Aber die Worringer haben erst noch ihren Prinzen zu küren, und das ist sozusagen der Auftakt des närrischen Treibens in der Endrunde. Für die Prinzeneinführung treffen sich das Festkomitee und die Abgeordneten der einzelnen Gesellschaften im Prinzenlokal „Lutz“. Von dort aus zieht dann ein Fackelzug zum Haus des scheidenden Prinzen Gerhard I. (Gerhard Esser) auf der Neusser Landstraße und dann weiter zum Hause des neuen Prinzen Heinz I. (Heinz Dünwald), der an den Kaulen wohnt.
  • Überraschend ist die Nachricht, die aus Düsseldorf kommt. Danach wird die Deutsche Bundesbahn bereits am 1. März mit den Arbeiten zur Elektrifizierung von vier Bahnstrecken in Nordrhein Westfalen beginnen. Darunter ist als einzige linksrheinische Teilstrecke die Bundesbahnlinie Köln-Worringen-Dormagen-Neuss-Düsseldorf. Die Nachricht kommt umso überraschender, da bisher der Baubeginn frühestens für das Jahr 1965 geplant war.
  • Nach 20 Spieltagen in der 1. Kreisklasse Köln-Staffel 1 liegt der BV 27 Worringen mit 9:31 Punkten und 39:70 Toren auf dem 15. und damit vorletzten Platz vor Tura 10 Köln II.
  • Erstellt:   Horst Winter – Heimatarchiv Worringen e.V.

 

Worringer Heimatarchiv sucht Fotos aus Worringen

Führungen durch Worringen weiterhin im Angebot

 

Der Vorstand des Heimatarchivs Köln-Worringen ist stets bemüht, das Leben in Worringen in Schrift und Bild zu dokumentieren und ist aus diesem Grunde permanent auf der Suche nach historischem, aber auch aktuellem Fotomaterial. Gesucht werden alte und neuzeitliche Fotos von Worringer Gebäuden, Straßenzügen, Objekten, Geschäfte (ggfs. mit Einrichtungen), Feierlichkeiten, Karneval, Theateraufführungen und Gaststätten, mit oder ohne Gäste. Auch Fotos aus der Natur im Worringer Umfeld, wie von der Rheinaue, dem Worringer Bruch oder auch vom Worringer Frohnweiher. Bürger, die derartige Fotos besitzen und diese zur Verfügung stellen möchten, wenden sich bitte an den Vorstand des Worringer Heimatarchivs.

Ferner bietet der Vorstand auch künftig Führungen im historischen Ortskern an, die für Gruppen ab 15 Personen zum Preis von 5,- € pro Teilnehmer angeboten werden. Diese Führungen sind besonders bei Anlässen wie Klassentreffen, Famlienfeiern etc. sehr beliebt, insbesondere auch, weil sich die Referenten der Führungen stets viel Mühe geben und neben den allgemeinen Informationen auch mit viel Wortwitz zum Thema begeistern.

Bei Interesse an den Führungen bitte Kontakt zum Vorstand des Worringer Heimatarchivs aufnehmen (Telefon: 0221-785678 oder 0221-784850 - Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). 

 

Jakob Mildenberg

Worringer Heimatarchiv